31. August 2008
von: Jannika
Ha, mein Kurzurlaub in Pewsum geht heute zu Ende…
Ich hatte wirklich ein paar tolle Tage mit Oma Tomma und Opa Harold – aber ich hab Mama und Papa ganz schön vermisst – und natürlich bin ich auch gespannt auf mein Brüderchen Hendrik. Klar, ich hab ihn schon im Krankenhaus gesehen und geknuddelt – aber zu Hause, in vertrauter Umgebung, das ist doch etwas ganz anderes!
Gegen 12Uhr Mittags sind wir endlich da. Mama hat sogar meinen Lieblingskuchen, eine Zitronenrolle, besorgt…
Aber irgendwie kann ich mich gar nicht richtig freuen. Schon die ganze Woche habe ich ein kleines “Puma-Problem”. Zu Anfang war es ja noch gar nicht so schlimm, ich konnte halt einfach keinen richtigen Iltis mehr machen. Wer weiß warum. Vielleicht weil Mama und Papa nicht da, bzw. ich bei Oma und Opa war?!? Vielleicht weil Omas Essen einfach ein bißchen anders war als das, was es immer zu Hause bei Mama gab?!? Vielleicht weil ich mich zwar einerseits total auf mein kleines Brüderchen gefreut, aber andererseits auch zielmlich Schiss hatte vor der neuen Situation?!?
Zuerst war ich ganz neugíerig und hab einen vorsichtigen Blick in die Wiege in der Stube geworfen…

Ist DER klein…
Herzlich willkommen kleiner Bruder Hendrik – wollen wir spielen?!?
Nach meinem Mittagsschlaf war ich total durch den Wind und hab ununterbrochen ganz bitterlich geweint. Ich hatte Bauchschmerzen und hab ohne Pause nur “Puuuuumaaa” geschrieen… Mama und Papa wußten sich gar keinen Rat mehr.
Papa hat mit meinen “Buukie” massiert – ohne Erfolg. Am späten Nachmittag hat Mama dann härtere Geschütze aufgefahren und mir mit Papas Hilfe ein Baby-Klysma verpasst. Das war vielleicht ein komisches Gefühl…
Eine Stunde später hatte ich einen kleinen Erfolg – der große Iltis kam aber erst am nächsten morgen… Gott sei Dank!
Sorry Hendrik, eigentlich bin ich nicht so eine Heulsuse… Jetzt geht es mir wieder viiiel besser und wir beide können uns endlich richtig kennenlernen. Ich hab mich soooo sehr auf dich gefreut!
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30. August 2008
von: Hendrik
Meine Mama war ja schon am Tag meiner Geburt so fit/verrückt, dass sie aufstehen wollte/konnte – wen wundert es da, dass wir heute schon nach Hause gehen durften?!?
Mein aktuelles Kampfgewicht beträgt 2510g, ich hab also so gut wie nichts abgenommen – strahl…
Mama musste noch die Abschlussuntersuchung überstehen und nach dem Mittagessen durften wir endlich gehen. Das Wetter war super – draußen schien die Sonne und es war richtig schön warm!
Bei Mama kamen so einige Erinnerungen hoch, als sie mich so verloren in dem riesigen Maxi-Cosi sitzen sah…

Hab ich nicht nen´ coolen Strampler an ?!? Mit Hundepfoten an den Füßen! Den hat Opa Hermann mir mitgebracht – in Größe 44 – ist irgendwie trotzdem noch viel zu groß…
Meine große Schwester Jannika bleibt heute noch bei Oma Tomma und Opa Harold in Pewsum – morgen Mittag ist unsere Familie dann komplett. Ich bin schon ganz gespannt, wie mein Zimmer wohl aussieht?!?
Gerade zu Hause angekomen bekam ich erst einmal eine frische Windel – und plumps – ab war die Klemme am Bauchnabel. Ging ja ganz schön fix… Aber einen richtig schönen Nabel habe ich, findet Ihr nicht auch?!?

Mein zu Hause ist wirklich total schön… Hier kann man sich ja nur wohlfühlen! Und ich hab von Anang an selig in der Wiege geschlummert…

Jetzt haben wir noch ein paar Stunden Ruhe vor dem Sturm – bevor der kleine Wirbelwind “Schlumi” wieder nach Hause kommt.
Ich freue mich auf mein Schwesterchen!!!
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26. August 2008
von: Christina
Heute morgen ist es endlich soweit – unser zweiter Sonnenschein soll das Licht der Welt erblicken!
Gestern Vormittag um halb neun hatten wir den Termin bei der Hebammensprechstunde im Klinikum Oldenburg/Kreyenbrück. Dort nahm uns eine suuuuper-nette, wenn auch leicht gestreßte, Hebamme Katja in Empfang. Wir haben sämtliche Formalitäten wie CTG, Aufnahmegespräch, Anästhesie-Aufklärung, Arzt-Gespräch usw. gemeistert, während sich auf dem Flur die dicken Bäuche gehäuft haben…
Da waren etliche Frauen, die gekommen waren, damit bei ihnen die Geburt eingeleitet werden würde – und die dann wieder nach Hause geschickt wurden. Keine Betten mehr frei!
Der Wahnsinn – sooo viele Geburten…
Wir hatten damals bei dem Gespräch zur Geburtsplanung ja um das Familienzimmer auf der Wöchnerinnen-Station gebeten – oder um ein adäquates Ein- oder Zweibett-Zimmer, in dem Eddie bei mir bleiben könnte. Unter diesen Umständen konnten wir uns das wohl abschminken…
Ich hatte ein total mulmiges Gefühl – nichts lief richtig mit!
Oma Tomma wartete mit Jannika zu Hause - Schlumi sollte die kommende Woche Urlaub in Pewsum machen!
Wochenlang hatte ich mit ihr darüber gesprochen, versucht ihr das Wie und Warum zu erklären – sie freute sich auf Oma Tomma und Opa Harold – nur ich nicht… Noch nie hatte ich sie mehr als einen Tag weggegeben – und jetzt für soooo lange?!?
Ich hab Rotz und Wasser geheult, als sie im Auto saß – sie fehlte mir jetzt schon…
In der Nacht habe ich kein Auge zugetan – wie so oft in der letzten Zeit…
Ich wollte einfach nur, dass der Tag schnell vorbeigeht – hatte ich doch panische Angst, dass unser Sohnemann nach der Geburt die gleichen Anpassungsschwierigkeiten mit seinem Zucker haben würde wie Jannika damals und dass sie ihn mir ebenso schnell wegnehmen würden…
Natürlich, für Jannika war es damals das Beste und ich denke nicht, dass sie dadurch irgendwelche Nachteile gehabt hat, aber für mich war es unbeschreiblich schwer, sie nicht bei mir zu haben. Da spürt man Tag für Tag die Bewegungen und Tritte im Bauch – plötzlich ist das Baby auf der Welt – und sofort wieder weg. Dazu noch die vielen Frauen mit ihren Babys in den Bettchen auf Station – ich war soooo neidisch damals!
Eddie hat immer versucht meine ängstlichen Gedanken zu vertreiben, Danke für ALLES - mein liebster Schatz!

Um sieben Uhr sollte ich nüchtern beim Kreissaal sein – gesagt, getan!
Hebamme Agnes begrüßte uns, dieses Mal durfte ich jedoch nicht gleich mit rein, sondern musste draußen vor der Tür warten – das fing ja toll an…
Über eine Stunde saßen wir da – bis die nette Hebamme vom Vortag kam. Ich hab mich total aufgeregt – auf dem OP-Plan war ich erst nach Mittag dran – jetzt gab es noch einen Notfall-Kaiserschnitt bei Zwillingen, der dazwischen kam – also verschob sich das Programm um weitere 1 1/2 Stunden nach hinten…
Das war alles ein bißchen viel für mich – die Anspannung der letzten Wochen, wegen Jannika, der Geburt und allem was dazugehört, Angst, Müdigkeit… Ich war drauf und dran wieder zu gehen und mir eine andere Klinik zu suchen – und das hab ich auch gesagt.
Hebamme Katja nahm uns mit um ein CTG zu schreiben, kurze Zeit später öffnete sich die Tür und der Klinikchef Professor Malik kam herein. Er hatte damals mit uns die Geburtsplanung besprochen und sich fast vor Freundlichkeit überschlagen. Schließlich spricht einem nicht jeden Tag ein Professor seine Hochachtung aus – er in Bezug auf meine Einstellung des Diabetes. Er hatte damals schon gesagt – sollten wir irgendein Problem haben, sollten wir uns vertrauensvoll an ihn wenden, er würde sich schon kümmern…
Tja, so war es dann auch – 10 Minuten und ein klärendes Gespräch später setzte uns Prof. Malik als nächste auf den OP-Plan, wir hatten noch eine gute halbe Stunde bis zur Sectio!
Also, ab ins Bett, Infusionen dran, noch einmal zur Toilette und dann gings los…

Natürlich war noch Zeit für ein Foto von Eddie in OP-Kluft…

Mittlerweile hatten wir es kurz nach 9Uhr morgens – auf los gings los…
Wie beim letzten Mal musste Eddie noch kurz auf dem Flur warten bis ich vorbereitet auf dem Tisch lag…
Dieses Mal hatte ich so eine Art Tuch auf der Brust liegen, unter das ständig warme Luft gepustet wurde. Das war total angenehm!
Eddie kam rein und setzte sich ans Kopfende. Er erzählte mir von unserem Schlumi und ich war beinahe entspannt trotz der aufregenden Situation. Es dauerte nicht lange da war e soweit – um 9:40Uhr ertönte Hendriks erster Schrei… Ich hab geweint vor Glück – seine Stimme klang so kräftig!
Schon gestern hatte uns die Ärztin gesagt, er sei eher zierlich – kleiner und leichter als Janni damals gewesen war… Ganz untypisch für ein “Diabetiker-Baby”, aber dafür war ich ja so gut eingestellt – der letzte HbA1 war bei 4,6% – quasi wie bei einem Nicht-Diabetiker!
Eddie durfte nicht gleich mit nach nebenan. Hendrik hatte anfangs noch Probleme mit seiner Atmung. Plötzlich ging die Tür auf und die Schwester kam mit einem kleinen Bündel, in warme Handtücher gewickelt, auf dem Arm in den Raum und legte mir den kleinen auf die Brust. DAS war absolut unglaublich! Bei Janni musste ich damals fast 45Minuten warten, bis ich sie endlich zu Gesicht bekam – und ihn hatte ich schon im OP ganz nah bei mir! Er war soooo winzig… Gemessen und gewogen hatten sie ihn noch gar nicht – 2560g und 48 cm, Kopfumfang 34cm, wie sich später herausstellte.
Endlich waren die Ärzte fertig mit zunähen und wir kamen alle zusammen in das kleine Zimmer, in dem ich schon vorher die Infusionen erhalten hatte.
Da musste jemand erst einmal ausgiebig geknuddelt und geküsst werden…

Hendriks Zuckerwerte waren entgegen allen meinen Befürchtungen relativ stabil, er durfte bei uns bleiben!
Also genügend Zeit für ein bißchen kuscheln mit Papa…

Das war das allerschönste, diese ungestörte Zeit zu dritt, wunderbar!
Die Hebamme hatte noch immer alle Hände voll zu tun – eine Frau nach der anderen brachte ihr Kind zur Welt. Es war fast 16:30Uhr als wir auf unser Zimmer auf der Wöchnerinnen-Station kamen. Für die erste Nacht hatte man uns ein Einbett-Zimmer umfunktioniert zum Zweibett-Zimmer. Eddie durfte bleiben! Ich war sooo glücklich und dankbar! Und plötzlich machte Hendrik zum allerersten Mal seine Äuglein so richtig auf…

Was für einen wunderhübschen Sohn wir haben…
Und am nächsten Tag durften wir umziehen in das Familienzimmer!
Hendriks Blutzucker-Werte blieben weiterhin stabil und er machte sich prächtig. Er trank an der Brust wie ein Weltmeister und hatte bei der U2 am 3.Tag nach der Sectio keine 50g abgenommen! Unser kleiner Held…
Diese Geburt war in vielerlei Hinsicht so ganz anders als die erste – Eddie und ich waren einfach nur dankbar und glücklich, dass alles so gut verlaufen war. Unsere beiden Engel sind wirklich ein Geschenk – wir sind unbeschreiblich stolz und können unser Glück kaum fassen!
Willkommen im Leben mein Sohn!
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17. August 2008
von: Jannika
Heute morgen war ich mit Mama und Papa am Hafen in Leer. Es war also wieder einmal Enten füttern angesagt – eine meiner Lieblingsbeschäftigungen…

Nur die ollen Tauben waren mir nicht ganz geheuer – ich wollte lieber ganz schnell auf Mamas Arm…
Da waren aber auch viele Viecher! Wahnsinn…
Wir sind eine Runde spazieren gegangen und Mama hat einen richtigen Erlebnis-Parcours für mich daraus gemacht:

Das hat suuuuper viel Spaß gemacht – meine Mama ist die Beste!

Zu guter Letzt sind wir in der Stadt noch ein leckeres Eis essen gegangen, mmmmhhh…
Ich hatte eine dicke Kugel Vanille-Eis und jede Menge bunter Smarties – wie man sieht…

Darf ich vorstellen: “Schlumpf-Schlumi”…
Mittags war ich hundemüde – ich hab bis fast 15:30Uhr geschlafen!
Was das angeht hat sich seit dem Wochenende einiges getan. Ich hab nämlich seit Neuestem den Dreh heraus, wie ich meinen Schlafsack ausziehen kann! Mama und Papa hatten Not, ich würde dann versuchen aus meinem Bettchen zu klettern und mir dabei weh tun – also liegt seit gestern eine kuschelige Decke als “Fallschutz” vor den Gittern – es gibt da nur ein kleines Problem:
Ich will unter keinen Umständen unter meiner Decke liegen – lieber schlaf ich ganz ohne!
Mama hat nach gut 30Minuten vergeblichen Überredungsversuchen und Geschrei aufgegeben – und mich nach ein paar Minuten, als ich freidlich eingeschlafen war, liebevoll eingekuschelt.
Mal gucken wie sich das Thema weiterentwickelt…
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12. August 2008
von: Jannika
In genau 2 Wochen ist es endlich soweit – mein Geschwisterchen soll auf die Welt kommen!
Und Mamas Bauch wird immer runder…

Unser Baby hat ganz oft einen Schluckauf – ich amüsiere mich immer köstlich, wenn ich Mamas Kugel zucken sehen kann…
Langsam kann ich es echt nicht mehr abwarten!
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von: Jannika
Hier gibt es wie versprochen die Babyzimmer-Fotos – die Bilder von meinem Zimmer mit den Hiessis folgen natürlich so schnell wie möglich!

An der Wand der Esel, den Mama und Papa gezaubert haben, der “Stillsessel”, der schon in meinem alten Zimmer in unserer Mietwohnung zum Einsatz kam, die Wiege, in der schon Mama als Baby geschlafen hat…

… der Wickeltisch mit lustigen Bauernhof-Stickern…

… und der Kleiderschrank, voll mit niedlichen Babysachen!
Da wird sich mein Geschwisterchen mit Sicherheit pudelwohl fühlen, was meint Ihr?!?
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10. August 2008
von: Jannika
Die letzte Nacht hab ich bei Oma Anne und Opa Horst in Hesel verbracht…
Heute morgen kamen Mama und Papa dann zum Frühstück – Oma hat heute nämlich ihren Ehrentag – sie wird heute 52!
Mmmmh, war das alles lecker!
Und Oma war total begeistert alle ihre Lieben um sich zu haben…

… ich hab sogar “Happie börsday” gesagt!!!
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9. August 2008
von: Jannika
Heute abend waren wir bei einem Bauernhof in Schwerinsdorf. Oma Anne und Opa Horst hatten dort morgens mit Benni einen tollen Spaziergang gemacht und dabei eine riiiiesige Sau mit ihren vielen kleinen Ferkeln gesehen. Natürlich hat Oma sofort angerufen und Mama Bescheid gesagt…
Der Bauer und seine Frau waren unglaublich nett – er kam sogar mit uns zu der Sau und hat eines der Ferkel auf den Arm genommen – und wir durften es streicheln!

Das hat vielleicht gequiekt…
Die anderen wuselten wie verrückt um ihre Mama herum, wir haben herzlich lachen müssen.
Soooo viele Baby-Schweinchen…

9 Stück auf einmal! Mama musste doch arg schmunzeln… Immerhin bekommt sie in gut 2 Wochen auch ein Baby – eins wohlgemerkt!
Das war wirklich ein tolles Erlebnis – und sooooo niedlich!
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von: Jannika
Heute Mittag hatte ich einen reellen Tobsuchtsanfall…
Ich hab zusammen mit Mama und Papa was leckeres gegessen – natürlich war ich wie immer eine ganze Ecke eher fertig – und wollte danach ein Buch gucken.
Und was machen Mama und Papa?!?
Die wollten erst einmal ihre blöde Zeitung zu Ende lesen und haben mich auf später vertröstet!

Ich will aber JETZT Buch gucken!!!
Mama und Papa haben sich köstlich amüsiert…
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8. August 2008
von: Jannika
Heute Nachmittag hatten wir Besuch von Mamas Freundin Corinna und ihrer Tochter Lenya aus Oldenburg.
Lenya und ich sind ungefähr gleich alt und konnten richtig gut miteinander spielen. Wir beide teilen dieselbe Leidenschaft: Hiessis!!!
An dem Nachmittag hatten die beiden Pferdchen wirklich keine ruhige Minute…
Später kam Papa von der Arbeit und hat sich so richtig Zeit für uns genommen…

… und Mama und Corinna hatten ein bißchen Ruhe zu quatschen.
Das war wirklich ein schöner Nachmittag!
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